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Alles über die Kornnatter

- Inkubatorbau und Inkubation



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Bevor man sich mit dem Gedanken beschäftigt seine Kornnattern zu Verpaaren, muss eine geeignete Möglichkeit die Eier zu zeitigen (inkubieren) vorhanden sein, da Kornnattern nicht wie einige Pythonarten eine aktive Brutpflege betreiben, sie legen die Eier an einen für sie als geeignet erscheinenden Ort ab und verlassen diese dann.



Die einfachste und günstigste Variante ist aus einem alten Aquarium einen Inkubator zu bauen. Es gibt zwar professionelle Brutapparate zu kaufen, jedoch sind diese oft recht teuer und eigentlich nichts anderes, als die Eigenbau-Variante.

Wir inkubieren alle unsere Schlangeneier in einem zum Inkubator umfunktionierten Aquarium. Dazu haben wir ein altes Aquarium an allen Seiten und unten mit 2cm dicken Styroporplatten aus dem Baumarkt beklebt, somit ist schon einmal eine optimale Wärmedämmung gewährleistet. Im nächsten Schritt haben wir normale Ziegelsteine ins Aquarium gelegt und Wasser eingefüllt, bis die Steine fast komplett bedeckt sind. Darauf stellen wir dann die Dose mit den in feuchtem Vermiculit gebetteten Eiern. In das Wasser haben wir einen normalen regelbaren Aquarienheizstab gelegt, womit wir die nötige Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit im Inkubator regeln. Zum Schluss wird der Inkubator mit einer schräg aufgelegten Glasplatte abgedeckt; um die Temperatur und Luftfeuchte zu halten haben wir diese Deckelplatte wiederum mit Styropor beklebt. Die schräge Deckelplatte verhindert, dass am Deckel hängendes Kondenswasser auf die Eier tropft - es läuft nach unten ab und tropft zurück in den Inkubator. Ein Messgerät für die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur vervollständigen die Einrichtung. Wichtig ist, den Inkubator vorher ausgiebig zu testen, um eine optimale und erfolgreiche Inkubation zu gewährleisten.

Auf den folgenden Bildern haben wir es bildlich dargestellt:

Das Ausgangsmaterial: ein altes Aquarium, etwas Silikon und Styropor in 20mm Str006beDas fertig isolierte Aquarium, rund herum mit dem Styropor beklebtAbgeschrg0074e Deckelplatte rauf und fertig!!

 
Die Inkubation selbst ist relativ einfach und komplikationslos, wenn die allgemeinen Bedingungen stimmen. Nach beendeter Eiablage werden die Eier in einer Dose mit feuchtem (nicht nassen!!!) Vermiculit gebettet. Dabei ist äusserste Vorsicht angesagt, da die Eier nicht gedreht werden dürfen. Ein Drehen der Eier kann zum Absterben des Embryos führen. Als Brutsubstrat sind natürlich auch andere Materialien geeignet, z.B. Erde, Erde-Sand-Gemische, oder Spaghnum Moos. Die Hauptaufgabe des Substrates besteht darin, die nötige Umgebungsfeuchte für unsere Eier zu erreichen und zu halten. Dann stellt man die Dose mit den Eiern in einen vorbereiteten Brutkasten. Die optimale Zeitigungstemperatur liegt zwischen 26-28° C und die optimale relative Luftfeuchte liegt bei 90-100%. Nun besteht unsere Aufgabe darin, alle 2 Tage zu schauen, wie sich die Eier entwickeln und dabei den Inkubator kurz zu lüften, um einen Gasaustausch zu erreichen. Schimmelnde Eier sollten möglichst entfernt werden, damit der Schimmel nicht übergreifen kann. Dies geschieht am Besten mit einer Nagelschere, mit der die befallenen Eier von den gesunden Eiern abgeschnitten werden ohne die gesunden Eier kaputt zu machen. Ausserdem sollte man stets die richtige Temperatur und Luftfeuchte kontrollieren und verdunstetes Wasser wieder auffüllen.


Entwicklung eines Kornnatterembryos im Ei:


Bildquelle: Scienceblogs.com

Hält man sich an diese Vorgaben und hat man befruchtete Eier erhalten, so kann man mit einer Inkubationsdauer von etwa 55 - 65 Tagen rechnen. Nach dem Schlupf sind die Kleinen schon selbstständig und können in ihre Aufzuchtbecken überführt werden, wo wir Ihnen nach der ersten Häutung zum Ersten mal etwas zum Fressen anbieten.

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