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M&L Pacman Frogs - Haltung und Zucht von Schmuckhornfröschen









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Alles über die Kornnatter

- Haltung und Pflege



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 Terrarieneinrichtung

Obwohl bzw. gerade weil Kornnattern dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist es unumgänglich für die Schlangen einen Tag-/Nachtrhythmus zu erzeugen. Dabei ist keinesfalls anzunehmen, dass das normale Tageslicht im Raum genügt. Vielmehr ist es wichtig das Terrarium mittels Neonröhre und Spotstrahlern als Sonnenplätze zusätzlich auszuleuchten. Eine Bestrahlung mit UV-Beleuchtung ist nicht notwendig, auch wenn dies oftmals fälschlicherweise empfohlen wird. Die Beleuchtungszeit richtet sich dabei immer nach der Jahreszeit, wobei auch eine ganzjährige Haltung bei 12-13 Std. Licht pro Tag möglich ist. Am natürlichsten ist es jedoch die Tageslichtlänge im Terrarium an das Tageslicht "draussen" anzupassen, unabhängig davon ob man seine Tiere überwintern lässt oder nicht. Dies bedeutet ganz grob: 8-9 Std. Licht im Winter und 12-14 Std. im Sommer.



Schutzkorb

Die Spotstrahler dienen gleichzeitig als Wärmequelle. Die Kornnatter bevorzugt Temperaturen von 24-28°C, unter den Strahlern dürfen es auch 30-32°C sein. Hierbei ist zu beachten, dass im Terrarium ein Temperaturgefälle vorliegt, um es der Schlange so zu ermöglichen sich den für sie gerade am angenehmsten temperierten Ort auszusuchen. Nachts kann die Temperatur auf etwa 19-21°C abfallen. Alle eingesetzten Leuchtmittel sind über Zeitschaltuhren geregelt, um einen gleichmässigen, der Jahreszeit angepassten Tag-/Nachtrhythmus zu gewährleisten. Die Spotstrahler sollten immer (!!!) gut abgesichert werden, da Schlangen sich nur zu gerne um alles was heiss ist rumwickeln und sich dabei schwere Verbrennungen zuziehen können. Zu diesem Zweck gibt es im Handel mittlerweile tolle Schutzkörbe, die ein Berühren des Leuchtmittels für die Kornnatter unmöglich machen. TIPP: Bei Ebay kann man sehr oft >>Spargeltöpfe<< sehr günstig ersteigern. Aus dem Gittereinsatz lässt sich mit wenigen Handgriffen ein absolut sicherer und schön aussehender Lampenschutzkorb basteln! Wir werden die Bastelarbeiten hier demnächst in Bildern vorstellen.



Damit sich die Kornnatter wirklich wohl fühlt sollte die relative Luftfeuchtigkeit tagsüber um 50-60% und nachts um 70% betragen. Dies wird durch unregelmässiges Besprühen einesTeils des Terrariums erreicht wobei die Kornnattern selbst nicht besprüht werden sollten und ihnen immer ein trockener Bereich zur Verfügung stehen muss.

ZerstäuberBodengrund Altromin

Bei der Wahl des richtigen Bodengrundes gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten und jedes einzelne Substrat hat Vor- und Nachteile. Wir haben lange Zeit sterilisierte Pinienrinde (das teure Repti Bark...) verwendet, wobei wir letztendlich auf das extrem kostengünstige und zudem absolut staubfreie "Tierwohl Super" übergegangen sind. Bei "Tierwohl Super" handelt es sich um ein Einstreu für u. a. asthmatische Pferde und es wird in der 25 kg Variante sogar versandkostenfrei von www.zooplus.de

ins Haus geliefert, einfach dort in der Pferdeeinstreuabteilung mal schauen ;) Natürlich sind auch Kokoschips, Moos, Buchenspäne, (sterilisierte) Walderde oder ähnliches geeignet. Hauptsächlich hat der Bodengrund die Aufgabe Exkremente aufzunehmen und zu binden. Zeitungs- oder Küchenpapier sieht wenig ansprechend aus und findet bei uns nur während einer Quarantäne Verwendung. Zum Herbst legen wir noch eine dicke Schicht getrocknetes Laub ins Terrarium aufgrund der schönen Optik, aber vor allem als zusätzlichen Rückzugsort für die Nattern. Das Laub sollte nie an Strassenrändern gesammelt werden, da diese Blätter oft stark belastet sind durch die Abgase der Autos. Auch die Gefahr, dass die Bäume mit Pestiziden behandelt wurden sollte man ausschliessen können um den Tieren nicht zu schaden.

Kletterast und Liegefläche

Da Kornnattern sehr kletterfreudig sind, nehmen Sie gerne Kletter- und Liegeflächen in den unterschiedlichsten Höhen an. Hierbei ist es immer gut, wenn man eine strukturierte, mit Liegeplätzen versehene Rück- und Seitenwand im Terrarium hat, da dies den Bewegungsraum der Nattern erhöht. Ausserdem verwenden wir bevorzugt Mangrovenwurzeln, Korkäste und andere nicht verottende Hölzer als Klettermöglichkeit.



Korkröhre

Verschiedene Verstecke bieten der Kornnatter Rückzugsmöglichkeiten und somit ein Gefühl von Sicherheit. Fehlen diese, ist die Schlange permanentem Stress ausgesetzt, was möglicherweise mit gesundheitlichen Problemen quitiert wird. Wir verwenden ausserdem einen umgedrehten Blumentopf mit Eingangsloch auf einer dicken Schicht feuchtem Moos oder einfache Tupperdosen mit eingefrästem Eingangsloch als sogenannte "Wetbox". Dieses Moos wird einfach alle paar Tage auf Feuchtigkeit geprüft. In dieser Wetbox herrscht so immer eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und die Schlangen können ihren Aufenthaltsort (eher trocken oder eher feucht) frei wählen. Dies hat den weiteren Vorteil, dass man nicht im gesamten Terrarium die Luftfeuchtigkeit erhöhen muss, nur weil ein einzelnes Tier in der Häutung ist. In den meisten Fällen sucht die Schlange den feuchteren Ort von ganz alleine auf und häutet sich nach 5-8 Tagen problemlos.

Thermo-Hygrometer

Um stets eine genaue Kontrolle über die relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Terrarium zu gewährleisten, empfiehlt sich der Einsatz von Thermo-Hygrometern. Hier lässt sich alles genau ablesen und man kann ggf. Maßnahmen ergreifen, sollte ein Wert einmal vom optimalen Wert abweichen.

Wasserschale

Natürlich darf auch eine Wasserschale in keinem Terrarium fehlen. Hierbei ist zu beachten, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Es sollte spätestens alle zwei Tage gewechselt werden. Gerade nach dem Fressen kann man seine Schlangen dann oft beim trinken beobachten. Die Schale sollte nicht zu leicht gewählt werden, damit sie nicht umgeworfen werden kann. Tipp: Im Zoofachgeschäft findet man einfache aber optisch ansprechende und hygienische Schalen in der Nagerabteilung.



 Bepflanzung

Kunstpflanzen

Sicher ist es löblich sein Terrarium mit echten Pflanzen verschönern zu wollen, tragen diese doch in großem Maße zu einem natürlichen Aussehen des Terrariums, einer konstanteren relativen Luftfeuchte und einem größeren Sicherheitsgefühl der Terrarienbewohner bei. Es ist auch durchaus möglich solch ein Terrarium mit Kornnattern zu besetzen, aber nur mit stark erhöhtem Pflegeaufwand verbunden. Oftmals ist die Pflege der lebenden Pflanzen dann aufwendiger als die der Tiere. Wir verwenden in allen Terrarien Kunstpflanzen in den verschiedensten Ausführungen. Somit ist ein "natürliches" Aussehen des Terrariums und ein Sichtschutz für die Tiere gegeben. Die Luftfeuchte wird mittels übersprühen einzelner Teile des Beckens geregelt.

 Futterbeschaffung

 

Es gibt mittlerweile viele Zoofachgeschäfte, die Mäuse als Futtertiere anbieten. Diese Mäuse sollten jedoch noch 2-3 Tage "angefüttert" werden, da die Mäuse in Zoohandlungen oft nur unzureichendes oder minderwertiges Futter bekommen. Ausserdem sollte sicher gestellt sein, dass die Mäuse aus einer gesunden Zucht stammen, was leider oft nicht der Fall ist. Wer den Platz hat und mehrere Schlangen pflegt, der kann natürlich auch eine eigene Mäusezucht aufbauen. Dies hat den Vorteil, dass man genauste Kontrolle über das Futter der Mäuse und damit auch über ihre Qualität als Futtertier hat und dass man stets Futter zur Hand hat. Dabei sollte man aber den Geruch, der von normalen Farbmäusen ausgeht nicht unterschätzen... Wir haben nach ein paar Monaten aufgegeben, da es einfach zu penetrant stinkt. Wer keine lebenden Mäuse verfüttern möchte oder besorgen kann, sollte es mit Frostfutter probieren. Es gibt mittlerweile einige Anbieter im Internet, bei denen man gute Qualität zu einem moderaten Preis erhält. Frostfutter hat eigentlich nur Vorteile, so hat man immer einen Vorrat parat und beissen kann Frostfutter auch nicht mehr, so dass also für unsere Pfleglinge keine Verletzungsgefahr besteht. Die oft zu hörende These, dass beim Einfrieren die Vitamine zerstört werden ist Unsinn - wir Menschen wären wohl schon lange an Vitaminmangel eingegangen, wenn dem so wäre... denken Sie doch nur mal an den guten Spinat mit dem "Blub" . Dennoch sollte man es nicht zu lange lagern, nach 4-6 Monaten sollte es dann aufgebraucht sein, da zu lange Lagerung sich dann doch nachhaltig auf die Qualität als Futtertier auswirkt.

 Fütterung

 

Wir füttern unsere Tiere mit verschiedenen Nagetieren wie z.B. Mäusen, Ratten, Hamster, etc. Dabei verwenden wir auf Grund der oben genannten Vorteile ausschliesslich Frostfutter. Weibliche Tiere die wir zur Zucht einsetzen füttern wir etwa alle 7-10 Tage mit 1-2 Futtertieren, bei männlichen Exemplaren kann man gut und gerne alle 10-15 Tage 1-2 Futtertiere verfüttern. Da die Weibchen während oder gegen Ende einer Trächtigkeit oft das Fressen einstellen, zehren sie dann von den Reserven, weshalb man weibliche Kornnattern etwas öfter füttern sollte. Dabei ist jedoch immer darauf zu achten, dass man sein Tier nicht verfetten lässt. Eine zusätzliche Vitamingabe ist nicht notwendig, da eine Hypervitaminose (Vitaminüberdosierung) wesentlich gefährlicher ist, als eine (kurzzeitige) Hypovitaminose (Vitaminunterversorgung).

Da wir z. T. mehrere Kornnattern in einem Terrarium pflegen, füttern wir sie einzeln in durchsichtigen Plastikkisten aus dem Baumarkt, da es andernfalls zum Verbeissen zweier Schlangen in das selbe Futtertier kommen kann, was im schlimmsten Fall den Tod beider Schlangen bedeutet. Ausserdem kann bei der genannten Methode die Gefahr durch das Futtertier Milben einzuschleppen verringert werden und es kann kein Bodensubstrat versehentlich verschluckt werden; dies könnte zu schweren Verstopfungen und somit ebenso zum Tode führen. Die Fütterung mit lebenden Futtertieren muss immer unter Aufsicht des Pflegers erfolgen, da es durchaus passieren kann, dass die Maus versucht die Schlange zu beissen, was zu übelsten Verletzungen führen kann.



 Häutung



Kornnattern häuten sich in unregelmässigen Abständen, wobei junge Kornnattern sich häufiger häuten als Adulte, also ausgewachsene Exemplare. Die Häutung deutet sich wie bereits angesprochen schon ein paar Tage vorher an, indem die Augen und die Haut der Kornnatter milchig trübe aussehen. Während dieser Zeit sollte man der Schlange viel Ruhe gönnen und sie nicht füttern. Im Normalfall streift die Kornnatter ihre Haut, das sogenannte Natternhemd nach 3-4 Tagen in einem Stück ab. Danach sollte man das Natternhemd immer genau untersuchen, um festzustellen, ob auch die Brille sowie die Schwanzspitze sauber und ordentlich mitgehäutet wurden. Ist dies einmal nicht der Fall, so empfiehlt es sich die Schlange zu baden. Nach etwa 10-15 Minuten in lauwarmen Wasser löst sich die Haut meist, so dass man mit einem rauhen Frottee Handtuch vorsichtig versuchen kann die Haut zu entfernen. Speziell bei der Brille ist äußerste Vorsicht geboten, da die Verletzungsgefahr sehr hoch ist. Hier kann man ein Stückchen Tesafilm zu etwa 1/3 auf das eingeweichte, ungehäutete Auge kleben und dann vorsichtig zur Augenmitte hin abziehen. Die Haut bleibt am Tesafilm hängen und wird so abgelöst. Am Besten ist es, wenn man es sich von erfahrenen Haltern zeigen und erklären lässt. Hat man diese Möglichkeit nicht, sollte man einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen!
 

 Quarantäne



Kranke Schlangen und Neuzugänge werden in Quarantänebecken untergebracht. Dort bleiben sie so lange bis die Krankheit ausgeheilt ist, bzw. bei neuen Kornnattern die zu einem bereits vorhandenen Bestand sollen eine Krankheit ausgeschlossen ist. So ist sichergestellt, dass erkrankte Schlangen nicht die noch Gesunden anstecken können. Quarantäneterrarien sind mit einfachsten Mitteln eingerichtet um stets eine einwandfreie Hygiene zu gewährleisten. Etwas Küchenpapier als Bodengrund, eine Höhle und eine Wasserschale - mehr nicht. Die klimatischen Daten sind auch hier einzuhalten. Während der Quarantänezeit werden mehrfach Kotproben zur Untersuchung dem Tierarzt übergeben, dieser wird dann den Kot auf Parasiten untersuchen und gegebenenfalls behandeln. Alternativ kann man die Kotproben auch eigenhändig zur Untersuchung schicken. (
Siehe Links)

 Vergesellschaftung


 
Hat man erstmal die erste Kornnatter im Haus und ist das Interesse geweckt, so möchte man oftmals weitere dieser faszinierenden Tiere pflegen. Aufgrund des friedlichen Charakters der Kornnatter ist es möglich die Tiere in kleinen Gruppen von max. 1.2 unterzubringen. Man muss jedoch beachten, dass die gemeinschaftliche Haltung verschiedener Geschlechter unweigerlich zur unkontrollierten Vermehrung führt. Ausserdem kann es durchaus vorkommen, dass die Weibchen stark gestresst werden, sollte das Männchen ständig in Paarungslaune sein. In diesem Fall ist es zwingend erforderlich das Männchen zu separieren, was natürlich ein extra Terrarium erfordertlich macht. Andernfalls kann es bei den gestressten Weibchen zu Futterverweigerung, Krankheiten und im schlimmsten Fall zur Legenot kommen. Diesen Problemen kann man natürlich aus dem Wege gehen, indem man z.B. 2-3 Weibchen gemeinsam in einem entsprechend proportionierten Terrarium pflegt und somit eine Nachzucht ausgeschlossen ist. Die ideale Haltung ist und bleibt jedoch die Einzelhaltung!

 Pflegeaufwand

Der Pflegeaufwand für ein Terrarium mit Kornnattern ist im Vergleich zur Pflege einer Katze oder eines Hundes als sehr gering einzustufen. Lediglich sollte der abgesetzte Kothaufen immer umgehend entfernt werden. Dies geschieht am Besten mit einer Schaufel wie man sie für Katzenklos benutzt oder einem ausrangiertem Löffel. Diese Gerätschaften sind natürlich stets gründlich nach dem Benutzen zu reinigen und mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu desinfizieren. Ausserdem muss man die Klimawerte im Auge behalten und gegebenenfalls etwas regulieren (besprühen, höhere oder niedrigere Wattzahl der Lampen, etc.) Nach einer Häutung nimmt man das abgestriffene Natternhemd natürlich zur Untersuchung aus dem Terrarium und spätestens alle zwei Tage wird das Wasser gewechselt. Ansonsten sollte man 2-3 mal im Jahr den gesamten Bodengrund austauschen, ab und zu die Scheiben des Terrariums putzen und defekte Lampen stets ersetzen - viel mehr Aufwand ist nicht zu betreiben. Im Vergleich zu den oben genannten Haustieren also deutlich weniger Arbeit (mehrfach täglich Katzenklo säubern, täglich füttern, Gassi gehen, etc.)!

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