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Alles über die Kornnatter

- Krankheiten



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Wer sich entschliesst eine Schlange zu pflegen, wird schnell feststellen, dass ein gesund erworbenes Tier unter den richtigen Haltungsbedingungen auch so schnell nicht krank wird. Trotzdem sind auch Kornnattern nicht frei davon einmal krank zu werden.



Wir möchten hier nur auf die häufigsten Krankheiten und ihre Anzeichen eingehen. Wir können keine Ferndiagnose oder ähnliches abgeben und diese Seite ist bei weitem kein Ersatz für einen reptilienkundigen Tierarzt - sollten Sie irgendwelche Anzeichen einer Krankheit bei Ihrer Schlange erkennen, suchen Sie diesen bitte umgehend auf! Wir werden hier bewusst keine Behandlungsmethoden erwähnen, sondern nur die Anzeichen verdeutlichen.

Eine nach Postleitzahlen angeordnete Liste mit reptilienkundigen Tierärzten finden Sie unter den "LINKS".

 

 Endoparasiten

Endoparasiten nennt man sämtliche Parasiten und Einzeller, die im Schlangenkörper ihr Unwesen treiben. Unter anderem wären da Spul-/Bandwürmer, Amöben, Flagelaten und Kryptosporidien (kurz: Kryptos) zu nennen. Meist ist dies auf unhygienische Haltung und mangelnde Kotuntersuchungen zurückzuführen. Gerade bei Tieren aus Zoofachgeschäften kommt es immer wieder vor, dass Nachzuchten erkranken, weil sie z.B. im Handel in nicht desinfizierten Becken "zwischengelagert" werden und sich dabei anstecken oder sich über die Futtertiere infizieren.



Gerade in der letzten Zeit liest man sehr häufig in den verschiedenen Schlangenforen von mit Kryptosporiden befallenen Kornnattern bzw. Reptilien allgemein. Kryptosporiden sind die wohl am meisten gefürchteten Einzeller überhaupt! Das liegt daran, dass es bis heute noch keine 100%-ige Heilungsmöglichkeit gibt, es gibt zwar Berichte von absolut geheilten Kornnattern, jedoch gibt es wohl doppelt so viele Berichte, in denen die Schlangen es nicht überlebt haben und ganze Bestände dahingerafft wurden. Aus diesem Grund ist es unerlässlich dass man seine Tiere regelmässig testen lässt und gerade bei Neuzugängen während der Quarantänezeit auf eine absolut 100%-ige Hygiene achtet! Leider gibt es auch unter Züchtern "Schwarze Schafe", die Ihre Tiere nicht regelmässig testen lassen und somit diese "Seuchen" evtl. sogar wissentlich verbreiten. Anzeichen für einen Befall können z.B. Durchfall und Erbrechen, Futterverweigerung, Apathie, sowie starker Gewichtsverlust sein. Lesen Sie hierzu auch unbedingt auf der Seite der GEVO-Diagnostik und Cryptosporidien.de (siehe LINKS) nach, dort sind die jeweiligen Einzeller und Bakterien und die jeweiligen Krankheitsanzeichen sehr ausführlich beschrieben.

 Schlangenmilben (Ophionyssus natricis)

Schlangenmilben (Ophionyssus natricis)

© www.merckvetmanual.com

Schlangenmilben sind lästige Aussenparasiten, die den Schlangen Blut entziehen indem sie sie beissen und an ihnen saugen. Dabei kriechen diese "laufenden Mohnkörner" unter die Schuppen des befallenen Tieres und heben diese so leicht an.  Dies kann bei starkem Befall zu schweren Häutungsstörungen führen. Oftmals werden Schlangenmilben über die Futtertiere eingeschleppt, sie benutzen die Nager dabei jedoch nur als "Transportmittel", da sie keine Säugetiere befallen und anderherum die Milben der Nager keine Schlangen befallen. Oftmals merkt es auch der erfahrene Halter erst wenn es zu spät ist und die Viecher sich schon stark vermehrt haben. Meist sieht man sie abends umherkreuchen oder man findet die ertrunkenen Exemplare im Wasserbecken. Es gibt mittlerweile geeignete Präparate um diese nervigen Viecher wieder los zuwerden, bitte fragen Sie Ihren Tierarzt. Es ist und bleibt aber eine unangenehme, langwierige Angelegenheit.

 Maulfäule

Die Symptome der Mundfäule sind oftmals ein gerötetes Zahnfleisch und ein geöffnetes Maul, sowie Futterverweigerung und/oder hörbare Atemgeräusche. Sie wird durch Bakterien ausgelöst, die auch in vielen gesunden Schlangen  gefunden werden konnten. Bei Tieren mit herabgesetzter Abwehrkraft aufgrund andauerndem Stress  oder sogar Vitaminmangel können diese Bakterien dann ungehindert den Ausbruch der Krankheit herbeirufen. Erkennt man diese Krankheit nicht schnell genug, kann es zu schweren Folgen führen, daher bitte immer sofort zum Tierarzt!

 Lungenentzündung

Wie der Mensch, kann auch eine Kornnatter an "bakterieller Pneumonie" erkranken. Meist liegt der Fehler hier in einer zu kühlen Haltung und zu viel Zugluft im Terrarium. Symptome können auch hier hörbare Atemgeräusche, offenes Maul und starke orale Schleimabsonderung sein. der Tierarzt nimmt in diesem Fall meist einen Abstrich aus dem Rachenbereich und behandelt dann mit Antibiotika.

 Pocken- oder Bläschenkrankheit

In Folge einer zu feuchten Haltung können sich an der Bauchunterseite mit Wasser gefüllte Pocken bilden. Hier müssen die Haltungsbedingungen drastisch verändert/verbessert und das Tier einem fachkundigen Tierarzt vorgestellt werden.

 Legenot

Von einer Legenot spricht man, wenn eine Schlange ihre Eier nicht oder nicht voll ablegen kann. Diese Eier gehen dann bei Nichtbehandlung im Schlangenkörper in Zersetzung über, was binnen weniger Wochen zum Tode führt. Die einzige Lösung ist es direkt nach erkennen des Problems zum Tierarzt zu fahren. Dieser kann dann wehenfördernde Mittel spritzen - leider führt dies nicht immer zum Erfolg und eine Not-OP ist oft unumgänglich. Uns ist leider ein amelanistisches Kornnatterweibchen an den Folgen der Not-OP und der starken Schwäche verstorben. Nachdem es uns genau 10 Eier gelegt hatte, passierte einfach nichts mehr, obwohl noch deutlich 4 weitere Eier im Körper zu erkennen waren. Die Ursachen können eine Untermineralisierung der Eier sein oder Stressfaktoren auf Grund fehlender oder unzureichender Eiablageplätze. Bei unserem Weibchen waren die Eier zusammengewachsen und sehr gross, was zu der Legenot führte.



 Bisswunden

Es kommt leider häufig vor, dass unvorsichtige Halter einfach achtlos eine Maus in das Terrarium setzen und dann davon ausgehen, dass die Kornnatter schon fressen wird. Manche Kornnattern stellen jedoch das Fressen ein, weil sie z.B. in der Häutung sind. Hier kann es passieren, dass die Maus die Schlange beisst, was aufgrund der scharfen Zähne zu übelsten Verletzungen führen kann. Wir haben einmal in einem Forum ein Bild eines Königspython gesehen, der über Nacht mit einer lebenden Ratte (!!!) unbeaufsichtigt im Terrarium gelassen wurde. Wir möchten hier keine nähere Beschreibung abgeben, bitte glauben sie uns einfach das es einfach nur übelst heftig aussah. Der besagte Königspython war nicht überlebensfähig und wurde eingeschläfert. Daher gilt: Lebende Futtertiere dürfen den Schlangen nur unter Aufsicht des Pflegers verfüttert werden, damit dieser stets eingreifen kann, falls es zu unvorhersehbaren Zwischenfällen kommt. Sollte es beim normalen schlagen der Beute zu einer kleinen Bisswunde kommen, sollten sie diese umgehend mit Betaisadona behandeln. Falls es sich um eine tiefe, stark blutende Bisswunde handelt, fahren Sie damit bitte umgehend zum Tierarzt.

 Futterverweigerung

In aller Regel verweigert eine Kornnatter kein Futter. Es gibt jedoch Zeiten in denen sie natürliche Fresspausen einlegen, wie z.B. paarungswillige Männchen oder hochträchtige Weibchen es tun. Diese Fresspausen sind ganz natürlich und eine gut konditionierte Kornnatter übersteht es ohne Schäden. Andere Gründe können z.B. Stressfaktoren wie häufige Störungen durch hantieren im Terrarium oder fehlende Versteckplätze sein. Ausserdem könnte es sein, dass es an der Terrariengröße liegt, denn junge Kornnattern lieben die Enge und fressen dann besser. Gestresste Kornnattern setzen oftmals verstärkt Urin in Form von kleinen weissen Harnsekreten ab. Hier sollte man versuchen zu ergründen, was man verbessern kann. Probieren sie ausserdem einfach mal eine andere Futtertiergrösse oder -sorte. Wenn sie diese Dinge 100%-ig ausschliessen können und nichts hilft, kann Ihnen nur ein reptilienerfahrener Tierarzt helfen, da dann der Verdacht einer ernsthaften Krankheit erhärtet wird.

 Häutungsschwierigkeiten

Wie bereits erwähnt muss man als aufmerksamer Schlangenpfleger immer die Haut nach erfolgter Häutung auf Unregelmässigkeiten untersuchen. Häutet sich eine Schlange nicht vollständig oder sogar in Fetzen, liegt dies fast immer an zu trockener Häutung. Tipps bei einer unvollständigen Häutung gibt es >>HIER<< (ganz runter scrollen). Ein weiterer Grund könnten oben genannte Milben sein.

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